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flickr.com

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Maximilian Kil am 16. Juli 2011

Flickr.com – der populärste Foto-Sharing-Dienst im Web

Der Ausdruck „flickr“, nach dem Flickr.com seinen Namen erhalten hat, leitet sich vom englischen Begriff „to flick through something“ = „etwas durchblättern“ ab. Durchblättern kann man sich in diesem Social Network durch eine schier unerschöpfliche Vielfalt von Bildmaterial, denn Flickr.com ist im Vergleich zu anderen sozialen Netzwerken in erster Linie auf das Veröffentlichen und Präsentieren von Fotos ausgerichtet. Egal, ob Hobbyfotograf oder professioneller Fotokünstler, auf Flickr.com kann jeder kostenlos einen Account eröffnen und dort entweder seine Fotos einer breiten Öffentlichkeit oder auch nur ausgesuchten Personen beziehungsweise Gruppen zugänglich machen. Mit Hilfe bestimmter Bildrechte der Creative Common Lizenz kann auch jeder selbst entscheiden, ob seine Fotos von anderen verwendet und verändert werden dürfen oder ob ihre Bearbeitung und Verwendung voll und ganz dem sie veröffentlichenden Urheber vorbehalten sind. Flickr.com wurde im Jahr 2004 von der im Jahre 2002 im kanadischen Vancouver gegründeten Firma Ludicorp ins Leben gerufen. Ursprünglich handelte es sich um ein Online-Spiel, was die beiden Programmierer Caterina Fake und ihr Ehemann Stewart Butterfield entwickelt und mit einem Foto-Sharing-Element versehen hatten.
Da den Nutzern des Spiels vor allem jenes Element zum gegenseitigen Präsentieren und Austauschen von Fotos besonders zusagte, gerieten die spielerischen Elemente immer mehr in den Hintergrund und schließlich entstand daraus die mittlerweile weltgrößte Fotocommunity in ihrer heutigen Form. 2005 kaufte der Suchmaschinenriese Yahoo die Firma Ludicorp und auch das Fotonetzwerk Flickr.com auf. Seitdem ist ein Teil der Community auch in kommerzieller Weise organisiert und ausgerichtet. So kann man mittlerweile seine Fotos nicht nur hoch laden, in verschiedenen Größen zum Download anbieten sowie in Alben und Sammlungen zusammenfassen, sondern sie auch mit der Bildbearbeitungssoftware Picnik auf der Netzwerkoberfläche verschönern und nach eigenen Vorstellungen verändern. Dazu muss man sich beim Hersteller der Bildbearbeitungssoftware
registrieren und wird danach dann und wann per E-Mail auf die zusätzlichen kostenpflichtigen Möglichkeiten von Picnik Premium hingewiesen. Auch Flickr.com selbst bietet seinen Nutzern zusätzlich zum kostenfreien Basis Account einen Pro-Account mit erlaubten Fotogrößen von 20 statt 10 MB und Speicherplatz von 500 statt 100 MB an. Darüber hinaus verlängert sich die Speicherzeit der geladenen Bilder von 90 Tagen auf eine unbegrenzte Dauer. Videos, die seit Kurzem ebenfalls auf Flickr.com gespeichert und angesehen werden können, lassen sich über den Pro-Account in hoch auflösender HD-Qualität anschauen. Ob man nur über den Basis Account oder über den kostenpflichtigen Pro-Account im Flickr-Netzwerk aktiv ist, spielt bei der Möglichkeit, sich dort in Interessensgruppen zu organisieren, keine Rolle. Weitere Nutzergruppen können aus Freunden oder auch Familienangehörigen bestehen. Alle Gruppierungen können sich gegenseitig Fotoalben zum Betrachten freigeben und Fotos mit Kommentaren versehen. Jeder der möchte, kann seine Fotos außerdem virtuellen Landkarten zuordnen. Auf denen ist dann jeweils erkennbar, wann und wo genau ein Bild entstanden ist. Gefallen einem ein Bild oder sogar mehrere besonders gut, so kann man sich über den ebenfalls mit Flickr.com verbundenen Fotodienst Snapfish Abzüge, Poster, Fototassen, Puzzles und vieles mehr entwickeln lassen. Tolle Bilder gibt es viele, denn über sieben Millionen Nutzer hatten Ende 2008 bereits über drei Milliarden Fotos bei Flickr.com eingestellt – Tendenz: nach wie vor ansteigend.

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