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Social Media Analyse

Social Media Relations




Maximilian Kil am 16. Juli 2011

Personensuchmaschinen

So genannte Personensuchmaschinen finden in Deutschland immer mehr Nutzer. Kein Wunder, denn gegenüber Google bieten Personensuchmaschinen, wie die deutsche Yasni und der deutsche Ableger der österreichischen Suchmaschine 123people, sowie einige weitere, meist amerikanische Mitbewerber eine ganze Reihe von Vorteilen. Zur Erklärung zunächst ein Blick auf die Fakten: Jeder zweite Deutsche gibt statistisch gesehen mehrfach pro Jahr seinen Namen bei Google ein, um herauszufinden, wo und wie etwas im Web über ihn geschrieben steht. So
versuchen viele Webnutzer herauszufinden, ob ihre Online-Reputation verbesserungwürdig ist oder auch nicht. Das Problem dabei: Google listet unbesehen alle Seiten im Netz auf, wo der gesuchte Name in irgendeiner Form vorkommt. Wenn in Auflistungen von sportlichen Wettkämpfen zufälliger Weise der Nachname des zuvor Erwähnten in Kombination mit dem Vornamen des Nachfolgenden den gewünschten Suchbegriff ergibt, wird dies von Google ebenfalls als Suchtreffer angesehen. Ebenso werden diverse Webseiten von Google aufgelistet, auf denen in einem längeren Contentblock Vor- und Nachname des Betreffenden an vollkommen unzusammenhängenden Stellen auftreten. Darüber hinaus gewichtet Google nicht nach der Art der Namensnennung. Ob es sich um ein Facebook-Profil, eine PDFDatei oder eine E-Mailadresse handelt, ist der Suchmaschine bei der Auflistung einerlei. So wird die Suche nach Seiten mit einem bestimmten Namen mit Hilfe von Google schnell unübersichtlich und frustrierend. Die Macher von Yasni hatten genau dies im Blick, als sie ihre Personensuchmaschine entworfen und programmiert haben. Gibt man seinen Namen oder den Namen der Person, nach der man in Web sucht, in die dortige Suchmaske ein, so werden zunächst einmal alle eventuell vorhandenen
Homepages, in deren Adresse der Name vorkommt und anschließend sämtliche mögliche Profile unter dem betreffenden Namen innerhalb verschiedener Social Media-Dienste aufgelistet. Danach werden weitere Seiten angezeigt, bei denen vor allem die Häufigkeit des jeweiligen Namens über die Positionierung entscheidet. Möchte man auf die in der Trefferliste aufgeführten Einträge Einfluss ausüben, so kann man sich in der Yasni-Community anmelden und dort die aufgeführten Treffer als zu sich zugehörig anerkennen. Daneben kann man ein eigenes Profil anlegen, dem man weitere Suchtreffer hinzufügen und sich so im Ranking steigern kann. Darüber hinaus kann man über die Community mit Leuten in Verbindung treten, denen man persönlich bekannt ist und kann sein Profil von diesen in seinen Aussagen bewerten lassen. Die österreichische Konkurrenz 123people punktet dagegen vor allem durch ihre übersichtliche, nach Bereichen geordnete Trefferübersicht. Neben Webseiten und E-Mailadressen mit dem betreffenden Namen lassen sich auch Fotos und Dokumente mit 123people finden. Eine Community gibt es ebenfalls, in der sich die Nutzer mit ihren Profilen auch gegenseitig bewerten können. Neben den beiden deutschsprachigen Personensuchmaschinen gibt es die amerikanischen Suchmaschinen Pipl, Yourtraces, Spock und Wink, sowie die auf Twitter spezialisierte Suchmaschine Tweepz. In Europa ist außerdem noch die niederländische Suchmaschine Whoozy erwähnenswert, die ebenfalls ein vielschichtiges Bild der gesuchten Person zu erstellen weiß. Bei aller Spielerei mit den Personensuchmaschinen sollte man nicht außer Acht lassen, dass diese auch einen wunderbaren Infopool für die Personalverantwortlichen diverser Unternehmen darstellen. Wenn man also plant, sich um einen neuen Job zu bewerben oder auch im Alten zu bleiben, sollte man seine Online-Reputation dann und wann mit einer der Personensuchmaschinen genau unter die Lupe nehmen, um vor bösen Überraschungen in den Trefferlisten gefeit zu sein.

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