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Maximilian Kil am 16. Juli 2011

Social Media PR und wie sie die Presse-Landschaft verändern

Seitdem weltweit die Begriffe Social Media und Web 2.0 nicht nur in den Lebensbereichen vieler Jugendlicher und Erwachsener in ihrer Freizeit, sondern auch in den Unternehmen Einzug gehalten haben, hat sich auch die PR-Landschaft in den meisten an das Internet angeschlossenen Staaten verändert. Man kann sogar davon sprechen, dass die Entwicklungen im Bereich Social Media die PR-Landschaft stetig immer weiter revolutioniert haben. Gaben früher viele PR-Verantwortliche Pressemitteilungen und Meldungen über neue Firmenstrategien nach bloßer Abstimmung mit der Unternehmensleitung sofort an die Presse weiter und weitere Mitarbeiter der Organisation wurden darüber höchstens per „Zur-Kenntnisnahme“-
Verteiler via E-Mail oder Intranet informiert, so hat sich heute vielerorts das Bild bereits firmenintern komplett verändert. Meldungen, Neuigkeiten und Produktinnovationen werden nun häufig zunächst über das firmeninterne Wiki eines Unternehmens in Richtung aller Mitarbeiter publiziert und damit nicht selten zunächst eine nicht unbedeutsame interne Diskussion zum jeweiligen Thema angeregt, deren Ergebnis in die Meldung des PR-Beraters mit einfließen kann. Auch bei der Verbreitung von Pressemeldungen und bei der Reaktion auf kritische Stimmen gegen das Unternehmen können und müssen PR-Verantwortliche heutzutage anders agieren und reagieren, als noch vor wenigen Jahren. Da mittlerweile vor allem über Twitter, in den unzähligen Blogs der Blogosphäre und auch in vielen Social Media Networks in nicht unerheblichem Maße Meinungsmache betrieben wird, sind eigene, stetig gepflegte Accounts innerhalb all dieser Erscheinungen des Web 2.0 für Vertreter der PR-Landschaft mittlerweile zum unumgänglichen Pflichtprogramm geworden. So können sie nicht nur ihre Neuigkeiten gezielt an den richtigen Stellen an den Mann oder die Frau bringen, sondern auch postwendend auf kritische Stimmen mit der nötigen Aufklärungsarbeit oder Gesicht wahrenden Stellungnahmen reagieren. Auch, wenn natürlich nach wie vor die herkömmlichen Medien aus Fernsehen, Hörfunk und Printjournalismus von den PR-Managernbedient werden müssen, lässt vor allem die Bedeutung der Printmedien aufgrund der immensen Aktualitätsverzögerung gegenüber dem Internet immer weiter na ch. Nicht zuletzt darum haben immer mehr Zeitungsredaktionen auch im Social Media Bereich – vor allem bei Twitter – Accounts eingerichtet, in denen sie dann ihre nimmermüde Präsenz und Aktualität zusätzlich zu ihrem langsameren Printmedium immer wieder aufs Neue unter Beweis stellen können. Die PR-Landschaft hat sich auch durch die Einrichtung von Social Media Newsrooms im Internet mit dem jeweiligen Unternehmen als Hauptgegenstand der Darstellung vom reinen Medieninformanden hin zum universellen Dienstleister in Sachen Schrift, Bild, Film und Ton verändert. Inwiefern Social Media die PR-Landschaft der Zukunft noch weiter prägen wird, wird sich nicht zuletzt aus den technischen Entwicklungen der nächsten Jahre und den daraus resultierenden zusätzlichen Möglichkeiten ergeben.

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