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Maximilian Kil am 16. Juli 2011

Social Media Strategie

Um seine Person, seine Organisation oder sein Unternehmen in den Weiten des Web 2.0 zu etablieren, bedarf es vorab der Entwicklung einer Social Media Strategie, also der Planung, auf welche Weise man bei der Verortung seines Projektes im Web vorgehen sollte. Um nicht wertvolle Zeit und Ressourcen an den falschen Stellen der sozialen Netzwerke zu verschwenden, ist die Entwicklung einer Social Media Strategie sogar zwingend notwendig. Wie aber sollte man beim Beschreiten eines solchen Weges durch den Social Media Dschungel vorgehen? Dazu wurde bereits eine ganze Reihe von theoretischen Abhandlungen entwickelt, von denen die einfachste die so genannte POST-Methode beschreibt. Die Abkürzung POST steht für die Begriffe People, Objectives, Strategy und Technology. Mit ihrer Hilfe kann man sich in der strategischen Planung vergegenwärtigen, welche Schritte man für die Umsetzung eines Erfolg versprechenden Social Media Konzeptes aufeinander aufbauend in Angriff nehmen muss. Bevor man sich wahllos mit seinem Profil bei verschiedenen Social Media Netzwerken verewigt, einen oder mehrere Blogs eröffnet und YouTube mit Videos sowie Flickr mit Fotos übersät, sollte man sich als Erstes im Abschnitt „People“ überlegen, wen genau man mit seiner Web 2.0-Präsenz eigentlich erreichen möchte. Studenten begegnet man am besten bei StudiVZ, während Jugendliche eher bei MySpace oder im SchülerVZ zu finden sind. Geschäftsleute wiederum nutzen vor allem Xing, Twitter oder Facebook. Je nachdem, wer sich vom zu entwickelnden Firmen- oder Personenprofil angesprochen fühlen soll, muss bei der Planung der jeweiligen Web 2.0-Accounts, beziehungsweise der Blogs oder auch eigenen Communites miteinbezogen werden. All die Plattformen oder Communities, die nicht unmittelbar mit einem selbst oder mit der zu platzierenden Firmenrepräsentanz in Verbindung gebracht werden können, sollte man tunlichst auch bei der Entwicklung einer Social Media Strategie außer acht lassen. In den im Abschnitt „Objectives“ zusammenfassbaren Überlegungen sollte man sich die Frage stellen, wie man sich vorrangig gegenüber der Web 2.0-Gemeinde verhalten möchte. Will man lediglich als beobachtendes Element fungieren oder will man sich spürbar in die jeweilige Community durch Aktivitäten, wie regelmäßige News, Umfragen und Competitions mit einbringen. Vor allem in der Blogosphäre sollte man offen für Kommentare und Kritiken sein. So können die Leser eines Blogeintrages auch sofort eine gewisse Transparenz und Lernbereitschaft erkennen, die stets Pluspunkte in der allgemeinen Akzeptanz zur Folge hat. Im eigentlichen „Strategy“-Abschnitt sollte man sich nun auf die übergeordnete Zielsetzung der Social Media Repräsentanz besinnen. Warum will man als Person oder als Unternehmen überhaupt den Schritt in die Social Media-Netzwerke wagen? Soll ein bestimmtes Projekt, wie etwa eine neue Ware, ein neues Image oder eine neue Firmenausrichtung beworben werden oder aber soll eine kontinuierliche Repräsentanz der betreffenden Person oder der jeweiligen Organisation im Web 2.0 geschaffen werden? Welche Ziele sollen wann mit der Platzierung an dieser oder jener Stelle erreicht werden? Und schließlich: Ab wann lohnt sich der Aufwand? Hat man all diese Fragen für sich beantwortet, muss man sich im letzten Abschnitt „Technology“ nur noch Gedanken darüber machen, mit welchen Technologien man letztlich bei der Umsetzung seiner Strategie arbeiten möchte. Will man Videos auf YouTube veröffentlichen und dafür einen eigenen Firmenkanal schaffen? Möchte man Audiofiles bei MySpace zum Download anbieten oder Präsentationen bei SlideShare online stellen? Soll das eigene Blog mit Podcasts zum Abonnieren per RSS-Feed bestückt werden oder stellt man regelmäßig bei Flickr die besten Fotos zu den neuesten Aktivitäten seiner Organisation ein? Hat man alle diese Punkte nacheinander abgeklärt, so ist man mit seiner Entwicklung einer Social Media Strategie theoretisch schon recht weit gekommen. Die praktische Umsetzung im nächsten Schritt wird dann schon bald zeigen, ob die strategischen Überlegungen richtig und für den jeweiligen Zweck angemessen waren.

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