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Maximilian Kil am 16. Juli 2011

Social Software

Unter dem Begriff Social Software werden ganz allgemein alle internetbasierten Anwendungen und Netzwerke zusammengefasst, die zur Erlangung von Informationen innerhalb einer festgelegten Nutzergemeinde, zur Darstellung der eigenen Identität oder auch zur Pflege von kommunikativen Beziehungen genutzt werden können. Der Begriff Social Software traf bereits in den Neunziger Jahren auf zu jener Zeit populär gewordene Instant Messenger, wie ICQ oder AIM, zu. Auch Internetforen, in denen schon im selben Zeitraum ebenfalls ein reger Austausch von Informationen, persönlichen Denkweisen und Nachrichten stattfand, konnten bereits zur Social Software hinzu gezählt werden. Heutzutage geht es bei der Erwähnung des Begriffes jedoch vorrangig um die Anwendungen, die dem so genannten Web 2.0 zuzurechnen sind. Dazu gehören soziale Netzwerke, wie Facebook, MySpace oder Xing, in denen sich jeder auf einer eigenen Profilseite den anderen Communitymitgliedern vorstellen, mit ihnen öffentlich Informationen austauschen, aber auch untereinander private Nachrichten versenden kann. Auch Blogs, Wikis, Videoportale, Podcastangebote und Social Bookmarking Dienste werden als typische Erscheinungen des Web 2.0 und jeweils als eine weitere spezielle Form der sozialen Software gewertet. Die Social Software der heutigen Generation bietet gegenüber den früheren Formaten vor allem eine ganze Reihe weiterer Kanäle an, über die der soziale Austausch von einem Menschen zum anderen möglich ist. Wurde früher ein Großteil der Kommunikation auf den schriftlichen Wege abgewickelt, so ist heute ebenso ein reger Austausch via Audio- und Videodateien, sowie über Fotos und Grafiken möglich. Die Instant Messenger haben sich genau wie die gängigen Internetverbindungen – früher 56K-Modem, heute DSL – ebenfalls auf Web 2.0-Ebene weiterentwickelt und darum sind heute via SKYPE oder ICQ geführte Telefonate genau wie Videokonferenzen keine Ausnahmeerscheinung mehr,
sondern gängige Praxis. Die mit der Definition Social Software deklarierten Internetanwendungen geben dem Nutzer einerseits immer stärker das Gefühl, in eine echte Gemeinschaft eingebunden zu sein, in der er sich austauschen, Neuigkeiten erfahren und sich selbst darstellen kann. Andererseits beherbergen sie auch die Gefahr in sich, dass sich jemand nur noch in seinem virtuellen Freundeskreis aufhält und die realen Freundschaften des wirklichen Lebens immens darunter zu leiden haben oder sogar ganz weg brechen. Obwohl man dann im Internet in gewisser
Weise also sozial eingebunden ist, ist man im wahren Leben gleichzeitig schon bald isoliert. Dieser Gefahr sollte man sich bewusst sein, wenn man die unzähligen Möglichkeiten der unter dem Schlagwort Social Software belegten Online-Netzwerke in Anspruch nimmt. Außerdem sollte man sich darüber im Klaren sein, dass alle Information, die man über sich in einer Social Software-Anwendung preisgibt, auch in vielen Jahren noch im Internet zu finden sein wird. Einige mit der Definition Social Software belegten Anwendungen können dann auch zu einer Ruf schädigenden Falle werden, wenn beispielsweise Bilder oder auch öffentlich getätigte Äußerungen in die falschen Hände, wie zum Beispiel in die von Personalern gelangen sollten, die dem Unternehmen angehören, für das man tätig ist oder für das man tätig werden möchte.

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